Unterricht in der ehemaligen Giesserei Haus Adeline Favre, Winterthur

Die ehemalige Giesserei am Katharina-Sulzer-Platz, mit backsteinerner Fassade, spiegelt den industriellen Charakter ihrer Umgebung und die Struktur der benachbarten Gebäude wider. Diese Anmutung soll sich auch im Innern der neuen Halle 52 für die Fachhochschule wiederfinden.

Eine runde Leuchte zieht sich in Form eines Kandelabers in den Raum und bringt so die charakteristische industrielle Aussenwelt in das Gebäude hinein.

Die Kandelaber übernehmen die Funktion der Grundbeleuchtung und sorgen durch ihre freie Setzung und leichte Lichtinselbildung am Boden für Akzentuierung und atmosphärische Stimmung. Das runde Element erteilt als Aufbauleuchte mit indirektem Lichtanteil den Decken eine hohe Wichtigkeit. Somit wird der Blick nach oben geöffnet und die vielfältigen vertikalen Raumbezüge erlebbar gemacht.

Eine handlaufintegrierte Beleuchtung, sorgt für optimale Sicherheit und markiert wichtige Zugänge.

Als Kontrast zur freien Lichtsetzung im Atrium folgen die Unterrichtsräume und Behandlungsräume einem klaren Raster. Mit dem Fokus auf eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre sind die regelmässig gesetzten Linearprofile optimal eingerichtet für eine gleichmässige und blendfreie Ausleuchtung. Unterstützt werden die gerasterten Leuchten durch eine seitliche Aufhellung an der Wand, womit auf wechselnde Raumfunktionen reagiert werden kann und die Raumstruktur durch die seitliche Aufhellung klar lesbar wird.

Dank struktureller Unterschiede der Raumtypen, kann mit wenigen Leuchtentypen eine klare Lesbarkeit der Architektur gewährleistet werden.

Bauherrschaft

Implenia

Architektur

Pool Architekten, Zürich

Fertigstellung

2020